Geschichte Amt für Gemeinde–Jugendarbeit

1981 Der Kirchenrat schafft eine 50%-Stelle für Jugendarbeit.

1982 Weil das Halbamt nicht besetzt werden kann, wird der Synode Antrag um Aufstockung auf 100% gestellt. Antrag und Anliegen werden abgelehnt, weil keine sinnvolle Verbindungen mit anderen Aufgaben gesehen werden.

1984 Gründung der Kirchenrätlichen Jugendkommission

1985 Im Februar wünscht der Kirchenrat, dass in allen Gemeinden das Ressort "Jugend" in den Vorsteherschaften eingerichtet wird.

1986 Erstes Treffen der für Jugendarbeit Verantwortlichen aus den Kirchenvorsteherschaften. Konkrete Hilfe ist gefragt.

1987 Beratungstätigkeit im Rahmen der ehrenamtlichen Kommission nicht möglich.

1988 Neuer Antrag zur Schaffung einer 100%-Stelle für Gemeinde-Jugendarbeit. Wird bewilligt und auf fünf Jahre befristet.

1989 Peter Bürki nimmt anfangs Oktober seine Tätigkeit als Beauftragter für Jugendarbeit auf. Sein Büro befindet sich in Kesswil.

1990 Erstes Treffen der Kontaktpersonen. Im Dezember tritt der Stelleninhaber überraschend zurück.

1991 Der Kirchenrat wählt Kurt Hänni zum Nachfolger. Er beginnt seine Arbeit im September in Sirnach.

1992 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Fünf Thesen zur heutigen Jugendarbeit". Die Kontaktpersonen-Treffen werden zusätzlich zweimal dekanatsweise durchgeführt. Intensive Besuchs- und Beratungstätigkeit.

1993 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Die Jungen kommen nicht mehr wie früher...". Der schockierende Ausstieg von Kurt Hänni aus Arbeit und Leben Ende Mai löst Bestürzung und eine Reihe von Fragen, auch an das Amt für Gemeinde-Jugendarbeit, aus. Die kirchenrätliche Jugendkommission überprueft das Aufgabenheft und beantragt der Synode, das Amt weiterzuführen. Der Antrag wird angenommen - jedoch wieder auf 5 Jahre befristet.

1994 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Jugendliche und der kirchliche Alltag - Überlegungen zum pädagogischen Handeln der Kirche". Mitte Jahr beginnt Heinz Wilhelm seine Tätigkeit. Das Amt befindet sich nun in Weinfelden im Etter Egloff-Haus in unmittelbarer Näehe der vergleichbaren katholischen Impulsstelle für kirchliche Jugendfragen.

1995 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Formen für und mit Jugendlichen - ohne Berührungsangst". Die Amtsinhaber der beiden kirchlichen Jugendarbeitsstellen führen zum zweiten Mal gemeinsam die Jugendbegleitpersonen-Ausbildung durch.

1996 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Sex, Drugs and Rock'n Roll - Sexualität, Suchtmittel und Freizeit". Das Amt für Gemeinde-Jugendarbeit ist verantwortlich für die Planung und Durchführung des Jugendprogramms am internationalen Bodensee-Kirchentag in Rorschach, SG.

1997 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Wache Träume, wahre Träume - Computerspiele". Verlegung des Amtes in neue Räumlichkeiten, nun zusammen mit der Dienststelle für Arbeitslose und der Dienststelle Erwachsenenbildung. Dritte Durchführung der Jugendbegleitpersonen-Ausbildung.

1998 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Was Jugendliche glauben". An der Sommersynode wird der Antrag zur definitiven Führung des Amtes für Gemeinde-Jugendarbeit einstimmig angenommen. Das 10-jährige Provisorium hat ein Ende.

1999 Kantonales Kontaktpersonen-Treffen zum Thema "Kirche, Kind und Jugend". Die freiwillige kirchliche Jugendarbeit wird fest in das Konzept "Kirche, Kind und Jugend" eingebunden und damit in ihrer Bedeutung und Wichtigkeit neben Religionsunterricht und kirchlichem Feiern anerkannt und bestätigt. Im Sommer wird die amtseigene Webseite www.afgj.ch im Internet veröffentlicht

2000 Der personelle Wechsel im Wahljahr der Kirchenvorsteherschaften hatte zur Folge, dass 3/4 der Ressortverantwortlichen im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit neu in dieses Amt einstiegen. Dies hatte hemmende Auswirkungen auf die Weiterentwicklung des Konzeptes "Kirche, Kind und Jugend" und liess die Fortbildungsangebote von "Kompetent für Jugendarbeit" ungenutzt. Als Einstiegshilfe ins Ressort erschien die Broschüre "Arbeitsheft Kinder- und Jugendarbeit" und ein Sammelordner für Texte und Hilfestellungen vom Amt für Gemeinde-Jugendarbeit. Der online-Auftritt vom Amt (www.afgj.ch) verzeichnet einen steigenden Zugriff (576/Monat). Die Herausgabe des Faltprospekts "150 Arten..." stiess auf sehr grosse Resonanz und löste positive Impulse in verschiedenen Bereichen aus.

2001 Fortbildungswoche für JugendarbeiterInnen zum Thema der Erlebnispädagogik. Letztes Rolling Magazine (Innsbruck, 1100 Teilnehmer) nach 28 Events seit 1994. Rege Vortragstätigkeit. Letzte Adventsoase nach neun Durchführungen.

2002 Ressort-Treffen zum Thema 'Wie christlich darf kirchliche Jugendarbeit sein'? Umfrage zur Freiwilligenarbeit in Jugendorganisationen bei www.tarjv.ch. Neues Inhaltskonzept für die vier Treffen der örtlichen JugendarbeiterInnen. Kurswoche für Ressortverantwortliche und Jugendbegleitpersonen in Zusammenarbeit mit Juseso und Blauring/Jungwacht. Grosse kantonalkirchliche Tagung 'Kirche, Kind und Jugend'. Erstmals ein Grundlagenpapier mit definierten Zielen 2002 - 2007. Regelmässige Besuche bei den örtlichen JugendarbeiterInnen.

2003 Ressort-Treffen zum Thema 'Was könnte meine Kirchgemeinde für Jugendliche anbieten'? Herstellung eines Gesamtprospektes über alle Fortbildungsangebote im Bereich von 'Kirche, Kind und Jugend' für 2004. Die Arbeiten für die kantonalkirchliche Webseite werden mit 10-Stellenprozenten dem Amt für Gemeinde-Jugendarbeit zugehalten. Der online-Shop von www.afgj.ch läuft gut und macht das Amt über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Auch wird ein Downloadbereich für Texte eingerichtet. Studientage mit den JugendarbeiterInnen in Stuttgart. Die Erkenntnisse fliessen in die afgj-Ziele 04/05 ein. Das Thema der jungen Erwachsenen wird in der zweiten Jahreshälfte zum Schwerpunkt.

2004 Start von vitamin-g; ein Programmangebot von und für junge Erwachsene (www.vitamin-g.ch). Die fünfte Auflage von '150 Arten' wird gedruckt (10'000-12'500). Kontaktaufnahme mit den neugewählten KV-Mitgliedern des Ressorts Jugend. Schnuppe04 - das Vernetzungsprojekt im Bereich von Kirche, Kind und Jugend (www.schnuppe04.ch). Zwei Treffen für die Ressort-verantwortlichen mit Verdankung und Begrüssung/Einführung ins Ressort.

2005 jes – Jugendliche engagieren sich. Die Möglichkeit der Mitarbeit und Einbindung von jungen Menschen in das kirchliche Leben wird propagiert. Der Amtsinhaber wird beauftragt, eine Projektgruppe zu leiten für die Planung der Veranstaltungen an der swisseglise 2006. Fünf Jahre nach der Einführung des KKJ-Konzeptes wird im tecum eine gut besuchte Tagung durchgeführt, um der Idee neuer Impulse zu geben. Das Ressorttreffen vermittelte ebenfalls praktische Beispiele aus kantonalen Kirchgemeinden zur Förderung der Kinder- und Jugendarbeit. Fortbildungswoche für JugendarbeiterInnen zu Themen der örtlichen Herausforderungen (geistlich, zwischenmenschlich, handwerklich). Die inhaltlichen Angebote von vitamin-g wurden eingestellt, das Konzept einer kantonalen Vernetzung junger Erwachsener vorerst zur Ruhe gelegt. Sechste Auflage der „150 Arten“ (12'501 – 17'500).

2006 Die swisseglise findet eine grosse Medien-Resonanz; die Veranstaltungen sind hochstehend und werden gut besucht. Der Stelleninhaber wird zum zweiten Mal als Projektleiter für die swisseglise 2007 bestimmt.
Im dritten Quartal ist das Amt geschlossen, da der Stelleninhaber den zweiten Teil des Fortbildungsurlaubes bezieht. Die administrativen Arbeiten werden durch ein Kommissionsmitglied ausgeführt. Das Ressorttreffen zu den Themen „Dank, Entschädigung, Wertschätzung, Qualität“ wurde von wenigen Interessierten besucht. Das Treffen im Herbst, in Zusammenarbeit mit der Juseso TG nahm das Thema „Werte – Geld – Verschuldung“ auf. In der Jugendkommission finden Gespräche statt, welche die zukünftigen Schwerpunkte und die Ausrichtung des Amtes zum Inhalt haben. In der Adventszeit wird ein kantonales Treffen für die kirchgemeindlichen Teensclubs durchgeführt.

2007 Am Ressorttreffen präsentiert der Jugendbeauftragte die Ergebnisse seiner Studienarbeit mit dem Titel "Zwischen 15 und 18 - rund um die Kirche". Das JugendarbeiterInnen-Treffen zum Thema msn, Handy und skype stiess auf gutes Echo und löste intensive Diskussionen aus. Siebte Auflage der "150 Arten, wie du ..." (17'500-22'800). Heinz Wilhelm verlässt nach 13 Jahren auf Ende April das Amt für Gemeinde-Jugendarbeit mit dem Wunsch, nochmals lokal in einer Kirchgemeinde wirken zu können.
Per 1. November übernimmt Thomas Alder die Leitung des Amtes. Das Büro wird von Weinfelden nach Frauenfeld verlegt.

2008 Für die MitarbeiterInnen des Bereichs „Kirche, Kind und Jugend“ (KKJ) findet im Tecum eine gut besuchte Tagung zum Thema „Schwarzbrot für Nutella-Kinder“ statt.
Das 3. kantonale Teenagertreffen der evang. Kirche ist mit 150 Teilnehmern gut besucht. Die Teenager konnten sich an einem Unihockey-Turnier messen und es wurde ein Jugendgottesdienst zum Thema „Win or Loose“ durchgeführt.
Immer mehr Kirchgemeinden nutzen das Beratungsangebot des afgj rund um Fragen der Jugendarbeit.

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